Angebote

Mit dem Angebotsmodul bauen Sie Angebote wie eine Seite aus Bausteinen: Abschnitte mit ein bis drei Spalten, darin Text, Bilder und Positionen. Jeder Kostenabschnitt trägt seine eigene Abrechnungsart – einmalig, monatlich, quartalsweise oder jährlich. Daraus entstehen getrennte Summen und bei Annahme getrennte Rechnungen.


Der Grundgedanke: Abschnitte

Ein Angebot besteht aus Abschnitten. Ein Abschnitt ist gleichzeitig dreierlei: Er bestimmt, wie der Inhalt aussieht, er wird eigenständig summiert, und bei Annahme entsteht aus ihm genau eine Rechnung.

Daraus folgt die wichtigste Regel: Ein Abschnitt trägt genau eine Abrechnungsart. Einmalige Einrichtungskosten und eine monatliche Servicepauschale gehören also in zwei verschiedene Abschnitte. Genau deshalb kann das Angebot am Ende sauber trennen, was einmal und was jeden Monat anfällt.

Art des AbschnittsPreiseZwischensummeErzeugt Rechnung
Inhaltnein
Kostenjajaja
Fremdleistungjaja, getrenntnie
Zusammenfassungberechnetnein
Dialog zum Hinzufügen eines Abschnitts mit den vier Arten
Beim Hinzufügen wählen Sie zuerst die Art des Abschnitts, danach die Spaltenzahl.

Der Editor

Der Editor ist dreigeteilt: links die Struktur, in der Mitte die Vorschau im DIN-A4-Format, rechts die Eigenschaften.

Angebotseditor mit Struktur, Vorschau und Eigenschaften
Der Angebotseditor. Oben rechts stehen die Summen getrennt nach Abrechnungsart.

Links: Struktur

Alle Abschnitte des Angebots in ihrer Reihenfolge. Sie lassen sich per Ziehen verschieben. Zeichen vor dem Namen zeigen die Art:

Darunter finden Sie Inhalt hinzufügen mit den Elementen und dem Produktkatalog. Beides bezieht sich auf den Abschnitt, den Sie links ausgewählt haben.

Mitte: Vorschau

Die Vorschau zeigt dasselbe Dokument, aus dem später das PDF entsteht – es ist buchstäblich derselbe Aufbau, keine Nachbildung. Ein Klick auf einen Text oder eine Position öffnet sie rechts zum Bearbeiten. In jeder Spalte steht ein + Inhalt hinzufügen, mit dem Sie direkt an dieser Stelle etwas einsetzen.

Rechts: Eigenschaften

Drei Reiter:

ReiterInhalt
BereichÜberschrift, Abrechnungskategorie, Spalten, Zwischensumme, Seitenumbruch – und die Liste der Inhalte dieses Abschnitts
AnschreibenAngebotstitel, Einleitungstext, Schlusstext, Gültigkeit
AnhängeDateien des Kontakts, globale Dokumente und Produktunterlagen zum Mitsenden
Hinweis: Eingaben werden kurz nach dem Tippen automatisch gespeichert. Einen Speichern-Knopf gibt es nicht.

Abrechnungsarten und Laufzeiten

Ein Kostenabschnitt bekommt eine Abrechnungskategorie. Diese pflegen Sie unter Angebote → Produkte → Abrechnungskategorien; von dort kommen die Abrechnungsart, die Standardlaufzeit und die Kündigungsfrist. Der Editor zeigt diese Angaben nur an – so stehen sie an einer Stelle und können nicht auseinanderlaufen.

Mindestlaufzeit ist nicht die Anzahl der Rechnungen. Ein Vertrag mit 24 Monaten Mindestlaufzeit, der sich automatisch verlängert, wird unbefristet abgerechnet. Nur wenn Sie Verlängert sich automatisch abschalten, endet die Abrechnung nach der Laufzeit.

Fremdleistungen

Manche Angebote sollen Preise anderer Anbieter mitzeigen – einen Telefontarif, Router, Endgeräte –, damit der Kunde alle Kosten im Blick hat. Solche Beträge dürfen aber niemals auf Ihrer Rechnung landen.

Dafür gibt es zwei Wege:

Im Angebot erscheinen sie mit Preis und Anbieter, unter der Zwischensumme steht ein Hinweis wie „Diese Leistungen werden direkt von Easybell abgerechnet und sind nicht Bestandteil unserer Rechnung.“ In der Zusammenfassung stehen drei Blöcke:

Unsere Leistungen
  Einmalig     brutto 3.367,70
  Monatlich    brutto   296,31

Fremdleistungen – nicht Bestandteil unserer Rechnung
  Einmalig     brutto   260,61
  Monatlich    brutto    94,25

Gesamtbelastung
  Einmalig     brutto 3.628,31
  Monatlich    brutto   390,56
Sicherheit: Fremdleistungen können nicht versehentlich abgerechnet werden. Der Haken „Erzeugt bei Annahme eine Rechnung“ ist für sie gesperrt, und bei der Annahme werden sie unabhängig davon übersprungen.

Produktkatalog

Unter Angebote → Produkte pflegen Sie Produkte, Produktgruppen und Abrechnungskategorien.

Produktverwaltung mit den drei Reitern
Produktverwaltung. Fremdleistungen tragen ein Kennzeichen mit dem Anbieter.

Beim Produkt legen Sie fest:

Im Editor zeigt der Katalog zu einem Kostenabschnitt die Produkte seiner Kategorie. Mit alle zeigen heben Sie den Filter auf.


Preismodell

Bevor der Modulgenerator rechnen kann, braucht er zwei Dinge: Preise und Regeln. Die Preise stehen im Produktkatalog (siehe oben), die Regeln unter Angebote → Preismodell. Der Generator selbst kennt weder Preise noch Stufen; er liest beides und rechnet mit derselben Summenrechnung wie jedes Angebot.

Preismodell mit den Karten Stufen, Voraussetzungen und Bedarf
Unter Angebote → Preismodell legen Sie fest, welche Stufen Sie anbieten und woraus sich ihr Preis zusammensetzt.

Wie der Generator Produkte erkennt

Der Generator findet Produkte an ihrer Internen Art.-Nr. Ein Modul besteht aus bis zu vier Produkten, deren Kennung nach dem Muster modul.<kennung>.<baustein> aufgebaut ist:

EndungRolleAbrechnungBeispiel
.monatNutzungmonatlichmodul.telefonie.monat – „Telefonie“
.setupEinrichtungeinmaligmodul.telefonie.setup – „Telefonie — Einrichtung“
.d4uBetreuung durch Siemonatlichmodul.telefonie.d4u – „Telefonie — Betreuung“
.schulungSchulungeinmaligmodul.telefonie.schulung – „Telefonie — Schulung“
Produkt bearbeiten mit dem Feld Interne Art.-Nr.
Die Interne Art.-Nr. ist der Schlüssel. Ob eine Position einmalig oder monatlich gerechnet wird, bestimmt die Abrechnungskategorie des Produkts, nicht die Endung.

Jedes Produkt mit einer Kennung nach dem Muster modul.<kennung>.monat erscheint im Generator als buchbares Modul; der Modulname ist der Name dieses Produkts. Eine Liste, die Sie pflegen müssten, gibt es nicht. Ein neues Modul sind also vier Produkte, mehr nicht. Fehlt ein Baustein im Katalog, etwa weil Sie keine Schulung anbieten, entsteht dafür einfach keine Position.

Produkte für Grundpreise und Staffeln tragen andere Kennungen (etwa edition.pro.setup oder service.bis10); sie werden im Preismodell aus dem Katalog gewählt, nicht getippt.

Stufen

Eine Stufe beschreibt, woraus ein Modul besteht und was unabhängig von den Modulen dazukommt. Wie viele Stufen es gibt und wie sie heißen, entscheiden Sie. Im Beispiel sind es drei, die sich darin unterscheiden, wer das System bedient: Core (Sie bedienen es), Pro (Sie bedienen es und schulen dazu) und Enterprise (der Kunde bedient es selbst).

Eine Stufe im Preismodell mit allen Feldern
Eine Stufe. Je angehaktem Baustein entsteht im Angebot eine Position pro gewähltem Modul.
FeldBedeutung
Name, BeschreibungSo erscheint die Stufe im Generator zur Auswahl.
KennungKurzes Kürzel ohne Leerzeichen. Wird nie angezeigt, darf sich später aber nicht ändern.
Titel des AngebotsÜberschrift des erzeugten Angebots. Leer: es gilt der Name.
Woraus besteht ein Modul in dieser Stufe?Nutzung, Einrichtung, Betreuung, Schulung – je Haken eine Position pro Modul.
Verwaltet der Kunde einen Bereich selbst, entfälltDer Baustein, der wegfällt, wenn im Generator „verwaltet der Kunde selbst“ angekreuzt wird. Ohne Auswahl gibt es diesen Schalter in der Stufe nicht.
GrundpreisProdukte, die unabhängig von den Modulen ins Angebot gehen, etwa eine Pauschale und eine Einrichtung.
Staffel nach ModulzahlOptional. Eine laufende Position, die mit der Zahl der Module wächst: bis 5 Module Produkt A, bis 10 Produkt B, darüber Produkt C.
Im Anfrageformular zur AuswahlNur für den Flow-Baustein Preisübersicht berechnen: der Satz, den ein Interessent ankreuzt.
Ohne Stufe kein Generator. Solange im Preismodell keine Stufe gespeichert ist, fehlt der Menüpunkt Modulgenerator. Legen Sie die erste Stufe an und speichern Sie; danach erscheint er.

Voraussetzungen und Bedarf

Voraussetzungen halten fest, welches Modul welche anderen braucht, etwa „Rechnungen braucht Angebote und Firmen“. Der Generator meldet, was fehlt, ergänzt es aber nicht von allein. Ein Angebot, das von selbst wächst, würde den Kunden überraschen.

Bedarf übersetzt Formulierungen aus einem Anfrageformular („Angebote und Rechnungen schreiben“) in Module. Der Generator selbst nutzt diese Karte nicht; sie gehört zum Flow-Baustein Preisübersicht berechnen. Wer ihn nicht einsetzt, lässt sie leer.


Modulgenerator

Unter Angebote → Modulgenerator stellen Sie zusammen, was ein Kunde einmalig und was er monatlich zahlt. Der Generator speichert nichts – Sie können während eines Gesprächs beliebig durchspielen: Stufe wechseln, Module dazu, Module weg, und jedes Mal die Summe zeigen. Erst Als Angebot übernehmen legt etwas an.

Modulgenerator mit Stufenwahl, Modulliste, Kosten und Positionen
Links wird gewählt, rechts steht das Ergebnis: die Summen je Abrechnungsart und darunter jede Position mit ihrer Rolle.

So lesen Sie den Bildschirm

Selbstverwaltung je Modul

Ist in der Stufe ein Baustein als „entfällt bei Selbstverwaltung“ hinterlegt, steht unter jedem angekreuzten Modul ein zweiter Haken: verwaltet der Kunde selbst. Er nimmt für genau dieses Modul genau diesen Baustein heraus, sonst nichts. Im Beispiel entfällt bei Pro die Betreuung für Firmen; Nutzung, Einrichtung und Schulung bleiben.

Modulliste bei Pro mit dem Haken verwaltet der Kunde selbst
Der Haken erscheint nur bei angekreuzten Modulen und nur in Stufen, die ihn vorsehen.

Hinweise unter der Summe

Kostenkarte mit dem Hinweis Rechnungen braucht Angebote und Firmen
Nur Rechnungen gewählt: Der Generator nennt die fehlenden Voraussetzungen, rechnet aber nur, was gewählt ist.

Staffel nach Modulzahl

Enterprise mit sechs Modulen und der Staffelposition Service und Betrieb bis 10 Module
Hat die Stufe eine Staffel, steht sie als letzte Position mit der Rolle Service und springt mit der Modulzahl um.

Als Angebot übernehmen

Der Knopf oben rechts wird aktiv, sobald mindestens ein Modul gewählt ist. Der Dialog zeigt vorher, was entsteht – Stufe, Modulzahl, Positionen, Summen – und fragt nach dem Kontakt. Wer versehentlich die falsche Stufe gewählt hat, sieht es hier und nicht erst im Editor.

Dialog Als Angebot übernehmen mit gewähltem Kontakt und Zusammenfassung
Erst mit gewähltem Kontakt wird „Angebot anlegen“ aktiv.

Das Angebot bekommt den Titel der Stufe, je Abrechnungsart einen Bereich mit der passenden Abrechnungskategorie (aber nur für die Arten, in denen etwas steht), alle Positionen mit Kurzbeschreibung aus dem Katalog und die Zusammenfassung am Ende. Danach landen Sie im Editor. Die Summen dort sind dieselben wie im Generator, und alles lässt sich ändern wie in jedem anderen Angebot: Rabatte, Texte, Anhänge, PDF, Versand, Annahme.

Wenn der Menüpunkt fehlt: Im Preismodell ist keine Stufe gespeichert. Steht im Generator „Im Katalog steht kein Modul“, gibt es kein Produkt mit einer Kennung nach dem Muster modul.<kennung>.monat.

PDF und Versand

PDF ansehen erzeugt das Dokument neu und öffnet es. Logo, Briefkopf und Fußzeile stammen aus den Firmendaten unter Rechnungen → Einstellungen; Angebote und Rechnungen teilen sich diese Angaben.

Versenden schickt das PDF an den Kontakt. Ausgewählte Anhänge gehen mit. Überschreitet die Summe aller Dateien die eingestellte Grenze, werden die größten nicht angehängt, sondern als Download-Link in die E-Mail geschrieben – sonst weist der Mailserver die Nachricht zurück.


Annahme: aus dem Angebot werden Rechnungen

Mit Angenommen markieren Sie das Angebot als angenommen. Daraus entsteht pro Kostenabschnitt eine eigene Rechnung:

AbschnittRechnung
Einmalignormale Rechnung
Monatlich, quartalsweise, jährlichwiederkehrende Rechnung mit Intervall und Startdatum
Inhalt, Fremdleistung, Zusammenfassungkeine

Vor der Annahme zeigt Ihnen Octoserv, welche Abschnitte zu Rechnungen werden. Danach erfahren Sie, wie viele entstanden sind und welche Abschnitte mit welcher Begründung übersprungen wurden.

Die Rechnungen sind Entwürfe. Sie tragen noch keine Rechnungsnummer. Erst wenn Sie eine Rechnung festschreiben, wird die Nummer vergeben und bei wiederkehrenden Rechnungen der Zyklus gestartet. Eine versehentliche Annahme erzeugt also keine echten Belege.

Angebotsvorlagen

Wiederkehrende Angebote speichern Sie als Vorlage: im Editor auf Als Vorlage, Namen vergeben, fertig. Gesichert wird der Aufbau – Titel, Texte, alle Abschnitte mit Positionen und Blöcken. Empfänger, Anschrift, Angebotsnummer und Datum entstehen bei jeder Verwendung neu.

Übersicht der Angebotsvorlagen
Unter Angebote → Angebotsvorlagen verwalten Sie Ihre Vorlagen und erstellen daraus Angebote.

Ein Angebot aus einer Vorlage erstellen Sie auf zwei Wegen:


Automatisierung über Flows

Im Flow-Editor stehen unter CRM zwei Bausteine bereit:

BausteinWirkung
Aktion: Angebot erstellenErzeugt für den Kontakt ein Angebot aus einer Vorlage. Ein Schalter bestimmt, ob es sofort versendet wird oder als Entwurf auf Ihre Durchsicht wartet.
Trigger: Angebot angenommenStartet einen Flow, sobald ein Angebot angenommen wird – wahlweise nur für eine bestimmte Vorlage.

Schlägt der Versand fehl, bleibt das Angebot als Entwurf bestehen und der Fehler steht im Flow-Protokoll.


Einstellungen

Angebots-Einstellungen mit Nummernkreis
Unter Angebote → Einstellungen legen Sie Nummernkreis, Gültigkeit und Anhang-Grenze fest.
EinstellungBedeutung
Format, Präfix, SuffixAufbau der Angebotsnummer, z. B. {PREFIX}{YEAR}-{SEQ4} → ANG-2026-0001
Nächste laufende NummerDer Zähler. Bereits vergebene Nummern werden übersprungen.
Zähler am 1. Januar zurücksetzenJahresweise Nummerierung
Gültigkeit in TagenVorgabe für neue Angebote
Anhänge maximal (MB)Darüber wird auf Download-Links umgestellt
Vorbehalt am DokumentendeStandard: „Irrtümer und Änderungen vorbehalten.“

Firmendaten, Logo und AGB stehen nicht hier, sondern unter Rechnungen → Einstellungen – sie gelten für Angebote und Rechnungen gemeinsam.


Angebotsübersicht

Angebotsübersicht mit Filtern
Die Übersicht mit Filtern nach Status, Ersteller und Zeitraum.

Je Zeile stehen fünf Aktionen: Bearbeiten, Ansicht, PDF, Duplizieren und Archivieren. Archivierte Angebote werden nicht gelöscht, sondern ausgeblendet.


Statusverlauf

StatusBedeutung
EntwurfIn Bearbeitung, noch nicht versendet
ErstelltPDF wurde erzeugt
VersendetPer E-Mail zugestellt
GeöffnetDer Kontakt hat den Link aufgerufen
Erinnerung versendetAutomatische Erinnerung vor Ablauf
AngenommenAngebot angenommen, Rechnungsentwürfe erstellt
AbgelehntVom Kontakt abgelehnt
AbgelaufenGültigkeit überschritten
ArchiviertAus der Übersicht ausgeblendet

Jede Statusänderung, jeder Versand und jeder Aufruf des Kundenlinks wird im Ereignisprotokoll des Angebots festgehalten, mit Zeitpunkt und IP-Adresse.


Voraussetzungen